Digitalisierung der Mainzer Festungspläne im Mainzer Stadtarchiv
Die Geschichte von Mainz wurde ganz wesentlich durch das Militär geprägt. Bereits die Errichtung eines Legionslagers um 13/12 v. Chr. auf dem Kästrich bildete die Grundlage für die spätere Stadtbildung. Von 1620 bis 1918 war Mainz Festungsstadt und Garnisonsstandort. Die Festungspläne, die in der Bild- und Plansammlung des Stadtarchivs Mainz überliefert sind, bilden eine wertvolle Quelle für die historische Forschung. Insbesondere bei städtischen Sanierungsprojekten, bei Fragen von Denkmalschutz und Denkmalpflege oder etwa bei Umnutzungskonzepten militärhistorischer Bausubstanz werden diese Dokumente oft von Historikern, Fachleuten der städtischen Bauverwaltung und Architekten genutzt.

Die häufige Nutzung hat allerdings ihre Spuren hinterlassen. Etwa die Hälfte der Pläne ist schwer beschädigt; diese Pläne Interessierten vorzulegen, ist aus konservatorischer Sicht eigentlich nicht mehr zu verantworten. Die Pläne sind teilweise eingerissen und geknickt. Manche dieser Dokumente gleichen eher einem in mehrere Teile zerfallenen Puzzle denn einer wertvollen historischen Quelle. In Zusammenarbeit mit der Cruse GmbH in Rheinbach und der Fotolabor "M" GmbH in Stuttgart hat das Stadtarchiv ein Pilotprojekt entwickelt, das die Sicherung eines Teils der Festungspläne zum Ziel hat. Gleichzeitig wird erstmals ein neuartiges Verfahren zur Langzeitarchivierung komplexer digitaler Bildinhalte auf Mikrofilm erprobt.

Startdatum: 2006      Enddatum: 2006

Projektort: Mainz

Kontakt
Dr. Wolfgang Dobras
Stadtarchiv Mainz
Rheinallee 3 B
55116 Mainz
Tel: 06131/12 21 78
Fax: 06131/12-35 69
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Dokumente

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