Das Akademienprogramm ist ein seit 1979/80 von Bund und Ländern gemeinsam finanziertes Programm zur Förderung langfristig angelegter Forschungsvorhaben in den Geistes- und Naturwissenschaften. Mit dem Akademienprogramm betreiben die deutschen Akademien der Wissenschaften das derzeit größte geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Es wird von der Union koordiniert und umfasst bei einem Finanzvolumen von rund 51,8 Millionen Euro insgesamt 146 Vorhaben mit 195 Arbeitsstellen (Stand 2011). Diese setzen sich zusammen aus 23 Wörterbüchern, 111 Editionen, 10 naturwissenschaftlichen Langzeitbeobachtungen und zwei Projekten aus der sozial- und kulturwissenschaftlichen Grundlagenforschung. In den Vorhaben sind insgesamt mehr als 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Über 100 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer engagieren sich darüber hinaus ehrenamtlich in den Vorhaben.
Um in das Akademienprogramm aufgenommen zu werden, müssen Forschungsprojekte folgende Kriterien erfüllen:
- überregionale gesamtstaatliche Bedeutung,
- hohe wissenschaftliche Relevanz,
- eine Laufzeit zwischen 12 und 25 Jahren und
- ein finanzielles Mindestvolumen von 120.000 Euro im Jahr.
Über den Haushalt des Akademienprogramms, über die Aufnahme von Neuvorhaben und die Fortführung von laufenden Projekten entscheidet der Ausschuss Forschungsförderung bzw. dessen Nachfolgeeinrichtung, die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, in welcher der Bund und die Bundesländer vertreten sind. Die Entscheidungen werden auf der Grundlage der von der Akademienunion aufgestellten Finanz- und Programmplanung gefällt. Seit 2006 wird das Akademienprogramm öffentlich ausgeschrieben.
Kontakt
Union der deutschen Akademien
der Wissenschaften
Bärbel Lange M.A.
Geschwister-Scholl-Straße 2
55131 Mainz
Tel. 06131 / 218528-17
baerbel.lange@akademienunion.de
URL:
http://www.akademienunion.de/akademienprogramm/
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