Kulturerbe
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Quo vadis Digitalisierung? Konferenz im Landesmuseum für Technik und Arbeit, Mannheim
28.06.2007 - 29.06.2007
Digitalisierung ist auf nationaler wie europäischer und internationaler Ebene das Zauberwort, mit dem noch immer zunehmend eine bessere Zukunft, auch ökonomisch, verbunden wird. In den Bibliotheken sind seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts bereits Katalogisierungsdaten erfaßt worden. Die Archive und Museen haben seit Ende der achtziger Jahre nachgezogen. Seit den neunziger Jahren werden neben den sog. Metadaten zunehmend Inhalte digital angeboten. Das Netz hat sich von einem Informations- zu einem Wissensnetz entwickelt. Es ist inzwischen nicht mehr möglich, die vielen Projekte aufzuführen, die dazu beigetragen haben, technisch und inhaltlich vorzuarbeiten, um das zu ermöglichen, was heute so gern als e-scholarship, e-learning und e-publishing bezeichnet wird. Inzwischen ist es erstaunlich, in welchem Umfang bereits Wissen erreichbar ist, ohne daß ein Archiv, eine Bibliothek oder ein Museum besucht werden müssen. Diese Entwicklung wird weitergehen, auch wenn die Diskussion um Urheberrechte zeigt, daß open access von Nutzern immer gewünscht, von den Wissensproduzenten aber nicht immer gewährt wird - sicherlich auch zuweilen mit guten Argumenten. Im wissenschaftlichen, im Bildungs- und Forschungsbreich wird die Idee des unbeschränkten Zugangs als notwendige Voraussetzung für den wissenschaftlichen Fortschritt angesehen, auch wenn teilweise noch die Furcht vor unbefugten Zugriffen eine konsequente Umsetzung in manchen Bereichen verhindert. Das hier anzukündigende Kolloquium ist eine Veranstaltung des BAM-Projektes, das seit einigen Jahren das BAM-Portal entwickelt hat. Neben der Vorstellung der bisherigen Ergebnisse dieser Arbeit geht es vor allem um weitere Perspektiven der Entwicklung eines solchen Angebotes.